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Die Perle der Toskana

So kitschig die Überschrift auch klingt, liegt man damit doch nicht so falsch. Florenz sticht unter den Städten der Toskana hervor mit seiner Lage am Arno zwischen den Bergen rundherum, mit seiner kulturellen Geschichte und seinem kulturellen Angebot. Auch die Architektur bietet so einiges, was andere Städte so nicht zu bieten haben.

Leider muss man sagen, zieht diese herausragende Stellung große Massen von Touristen an. So dass man sich schon durch die Stadt durchkämpfen muss.


Wir haben uns etwas außerhalb ein BnB besorgt, von wo aus man mit dem Bus in die Stadt fahren kann. Unser Auto stand da sicher und wir konnten, kaum dass wir ankamen, loslegen. Als wir am Hauptbahnhof ankamen, sind wir zielstrebig Richtung Dom gegangen. Auf dem Weg dorthin mussten wir erstmal ein Gelato essen. Dieser Verlockung kann man hier einfach nicht widerstehen. Auch wenn ein Eis mit zwei Geschmacksrichtungen vier Euro kostet (puhh), muss man doch zuschlagen.


Der Duomo, das wohl beeindruckendste Gebäude der Stadt, war natürlich schon belagert und an Reingehen war nicht zu denken, denn die Schlange ging schon um das halbe Gebäude. Für sämtliche Attraktionen und Museen muss man im Voraus ein Ticket buchen und dann doch in der Schlange stehen. Das wollten wir uns nicht antun.

Also genossen wir den Anblick von draußen, der eine Vielzahl an Statuen und Fresken zu bieten hat. Hierher kamen wir auch immer wieder bei verschiedenen Lichtstimmungen.




Danach schlenderten wir durch die Stadt Richtung Palazzo Vecchio, dem Rathaus der Stadt. Ein majestätisches Gebäude mit einem wehrhaften Charakter mit seinen Zinnen und dem herausragenden Turm. Hier konnten wir sogar eine Hochzeitsgesellschaft beobachten, die hier im Innenhof die standesamtliche Hochzeit feierte. Man kann sich vor lauter Touristen garnicht vorstellen, dass hier Menschen ganz normal in der Stadt leben. Danach gingen wir durch den Hof der nahegelegen Uffizien Richtung Arno.



Der Blick fällt natürlich direkt auf die Ponte Vecchio, die älteste Brücke der Stadt mit ihren Hausähnlichen Aufbauten. Drübergehen wollten wir aber nicht, weil es einfach viel zu voll war. Wir sind eine Brücke weiter gegangen und in das Viertel auf der gegenüberliegenden Seite gelaufen. Hier wurde es etwas ruhiger und man konnte den ein oder anderen Einheimischen beim Mittagessen beobachten. Uns knurrte auch allmählich der Magen. Wir entschieden uns für ein belegtes Brot, Schiacciata genannt. Dazu ein heimisches Bier. Sehr lecker und da wir auf der Straße saßen konnten wir das Treiben beim Essen beobachten.

Um den Blick über Florenz schweifen zu lassen, sind wir von hier aus den Berg hoch in den Giardino Bardini, eine Gartenanlage, von der aus man einen tollen Blick auf die Altstadt hat. Aber auch gemütlich sitzen und einen Rotwein trinken kann.


Als es dämmerte, sind wir wieder Richtung Dom gegangen und in die Galleria dell’Accademia, die an diesem Abend ab 19:00 Uhr für nur einen symbolischen Euro zu besichtigen war. Unter anderem kann man hier Skulpturen von Micheangelo bewundern. Danach genossen wir einfach die Abendstimmung in der Stadt.



Am zweiten Tag sind wir nach einem Espresso und Cappuccino mit dem Besuch der Profumeria di Santa Maria Novella gestartet. Dort wurden und werden aus Kräutern Medikamente und Salben hergestellt und natürlich auch wohlriechende Cremes und Parfums, die man schon beim Eintreteten durch die Blumenranken wahrnehmen kann. Ein wirklich interessanter alter Palazzo mit uralter Einrichtung und Malerei. Wenn man es sich leisten kann, kann man auch ein wohlriechendes Parfum erstehen. Ein weiterer Bummel durch die Stadt erforderte dann dringend eine Pause von dem Trubel, die wir im Botanischen Garten gefunden haben. Auch wenn der Garten jetzt nicht besonders schön war - da ist der Botanische Garten in Bielefeld interessanter und größer, kann man sich hier in Ruhe wieder auftanken.



Am Abend besuchten wir Fiesole, ein Bergdorf nicht weit entfernt von Florenz. Von hier aus hatte man einen tollen Panoramablick über das gesamte Tal, in dem die Stadt liegt. Da es nachmittags ordentlich geregnet hat, hatten sich toll anzuschauende Nebelbänke gebildet. Nachdem ich einige Fotos geschossen habe, sind wir im Dorf noch Pasta essen gegangen.


Als es dunkel wurde, fuhren wir auf die gegenüberliegende Seite zum Piazzale Michelangelo. Von hier kann man die beleuchteten Sehenswürdigkeiten der Stadt sehen und fotografieren.


Das war es dann auch schon mit unserem Aufenthalt in der Perle der Toskana. Natürlich könnte man hier noch viel mehr unternehmen, aber dafür reichen knapp zwei Tage nicht aus. Weiter geht es in die südliche Toskana, in den Tarotgarten von Niki de Saint Phalle.





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